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Die Welt retten? Aber mit Regenoverall

Regenoverall RAINCOMBI Wasserdicht

RAINCOMBI Pre-Order für nachhaltige Wirtschaft

Die Preise fallen, die Sale-Saison bricht aus. Die trendige Regenjacke kostet nur noch die Hälfte ihres regulären Preises. Und wenn nicht verkauft, wird sie verbrannt oder geistert als Schnäppchen durch Afrika. Die etablierten Vorgänge in der Sportbekleidungsindustrie sind weder ethisch vertretbar noch wirtschaftlich sinnvoll. Doch wir zeigen, dass es auch anders geht.

Update 8.11.2016: unsere Pre-Order-Aktion ist am 7. November zu Ende gegangen! Alle Bestellungen werden im Jänner 2017 ausgeliefert

Das lange Leben bis zum Sale

Ende August fand die Leitmesse der Fahrradindustrie EUROBIKE in Friedrichshafen statt. Hier wurden die Neuheiten der Radsport-Fashion vorgestellt, im Frühjahr 2017 landen sie im Handel. Nun kann der Verbraucher mit seinem Geldbörsel über das weitere Schicksal der Bekleidung entscheiden – ein halbes Jahr nachdem sie durch Händler vorbestellt und zwei Jahre nachdem ihr Look festgelegt wurde.

Im Herbst 2016, während die gerade präsentierten und von Händlern vorbestellten Textilien produziert werden, läuft bereits die Planung der Kollektion 2018/2019 auf Hochtouren.

Diese zweijährige Vorlaufzeit zwischen Planung und Einführung einer Sportbekleidungskollektion bleibt – übrigens gleich wie in der „regulären“ Modebranche – seit Jahrzehnten konstant. Der Kollektionswechsel wird dagegen immer schneller (gemacht). Auch wenn das Fast-Fashion-Tempo der Modeindustrie mit ihrem teilweise wöchentlich wechselnden Sortiment noch nicht erreicht scheint, so versuchen die Sportbekleidungs-Hersteller mindestens eine neue Kollektion jedes Jahr zu bringen.

Viel ist immer noch zu wenig

Dabei ist es den Produzenten schlichtweg nicht möglich, auf Stimmungen der Kunden in der laufenden – oder selbst in der vergangenen – Saison zu reagieren und bei erhöhter Nachfrage einen Nachschub herzustellen. Sie gehen daher auf Nummer sicher und produzieren über dem prognostizierten Bedarf, das heißt, über der umgesetzten Menge des Vorjahres.

Um die mehrproduzierte Bekleidung auch zu verkaufen, sind zumeist mehr Marketingmaßnahmen und mehr Abverkäufe notwendig. Und wenn Umsätze tatsächlich das Vorjahresniveau übertreffen, steigt die Latte ein Stück höher. Im nächsten Jahr dreht diese Aufwärtsspirale eine neue Runde.

Müll oder Drittland? Bitte beides

Doch die programmierte Überproduktion hat ihre Kehrseite.

Bleibt die Bekleidung trotz allem Verkaufseifer übrig – und das sind laut Expertenschätzungen etwa 30 Prozent der insgesamt produzierten Textilien – hat sie meistens nur noch zwei Bestimmungen: Müll oder Drittländer. Was nicht direkt entsorgt wird, landet als Second-Hand-Ware zu Preisen weit unter dem Produktionsaufwand in Osteuropa oder Afrika: entweder über Aufkäufer oder als Spende an karitative Einrichtungen, die teilweise über ähnliche Kanäle verwertet wird.

In Afrika bedroht diese Praxis die lokale Bekleidungsbranche, welche mit Schnäppchen aus dem Westen nicht konkurrieren kann. Mehrere afrikanische Länder, wie Ruanda und Simbabwe, versuchen mit Einfuhr-Verboten für Second-Hand-Textilien eigene Wirtschaftsstrukturen zu stärken. Meistens bleiben diese Verbote jedoch unbeachtet.

Lose-Lose statt Win-Win

Die Bekleidung in Übermaß zu produzieren, bedeutet für den Hersteller zunächst mehr Ausgaben für Zutaten. Doch die Produktion des Überschusses samt Entsorgung, Aktionsnachlässe und Werbung sind im Endpreis einkalkuliert. Zahlt der Konsument im Endergebnis dafür, dass die Hersteller sich nach oben verschätzen? Mal abgesehen von der Umweltproblematik der Ressourcenverschwendung und Allgemeinkosten für Umweltzerstörung. Nicht unbedingt. Denn, kann der Verbraucherpreis nicht erhöht werden, wird eben am anderen Ende der Wertschöpfungskette nach unten optimiert: an Löhnen und Arbeitsbedingungen der Näherinnen. Direkte Folgen, wie der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza sind vorprogrammiert.

Doch auf diese Tatsachen angesprochen, berufen sich Textilhersteller auf Verbraucher, welche immer neue Kleidungsstücke in Überzahl erwarten würden. Man sei gezwungen, die Markterwartungen zu erfüllen, um in der globalisierten Welt zu überleben.

Das Versprechen der Globalisierung, eine Win-Win-Situation für Industrie und Verbraucher zu schaffen, sieht eher nach einem Lose-Lose-Fluch aus, zumindest in der Bekleidungsbranche. Doch gerade die globalisierte, vernetzte Welt eröffnet neue Kommunikationswege zwischen der Textilindustrie und Konsumenten. Wenn man dem Verbraucher nicht nur die Kaufentscheidung überlässt, sondern ihn auch in die Produktionsentscheidung einbindet, löst sich ein Großteil des Problems der Überproduktion von selbst.

RAINCOMBI Pre-Order

Das Internet der Dinge bietet bereits zahlreiche erfolgreiche Konzepte der Interaktion zwischen Herstellern und ihren Kunden – von der nach-Bedarf-Fertigung der Hörgeräte bis zum online Fahrrad-Konfigurator.

Warum es auch nicht mit unserer RAINCOMBI-Regenbekleidung probieren? Haben wir uns gedacht und eine Pre-Order-Aktion für die nächste Produktionscharge von RAINCOMBI ins Leben gerufen. Die Pre-Order-Kampagne läuft bis Ende Oktober 2016, im Jänner 2017 wird die Ware ausgeliefert. Da wir in Tschechien fertigen lassen und Stoffe aus Schweden verarbeiten, kann die Vorlaufzeit für die Produktion vergleichsweise kurz gehalten werden.

Wenn Kunden uns durch Vorbestellungen mitteilen, welche Modelle, Größen und Farben wir produzieren sollen, ersparen sie uns Lagerkosten und Ungewissheit, was gebraucht wird Diese Ersparnis leiten wir an unsere Kunden weiter – in Form von 50 Euro Preisnachlass bei Vorbestellung.

Nachhaltigkeit ist wirtschaftlich, wenn viele mitmachen

Auch sonst probieren wir neue Wege aus: der RAINCOMBI-Regenoverall selbst ist unsere eigene patentierte Entwicklung. Vom Anfang an halten wir an unserer „made in EU“-Vision fest, trotz all den Herausforderungen – die Sportregenbekleidung mit ihren speziellen Nahtabdichtungstechnologien wird ja überwiegend nur noch im Fernost gefertigt. Unsere Partner-Nähfabrik ist eine traditionsreiche tschechische Genossenschaften im Eigentum ihrer Mitarbeiter, spezialisiert auf Berufsbekleidung für Einsatzkräfte. Auch der schwedische wasserdichte RAINCOMBI-Stoff ist eine Sonderanfertigung, ohne die üblicherweise in Regenbekleidung eingesetzten schädlichen Fluorchemikalien PFC. Dafür müssen wir einen Preisaufschlag in Kauf nehmen.

Unsere Preiskalkulation ist jedoch einfach: Für qualitative gesundheitlich unbedenkliche Stoffe und Fertigung unter menschenwürdigen Bedingungen geben wir mehr aus, dafür aber weniger für Marketing und Lagerung. Wir sind überzeugt: sobald sich diese Einstellung durchsetzt, würden alle Seiten davon profitieren: Produzenten, Konsumenten, Arbeiter der fertigenden Fabriken, Umwelt. Eine nachhaltige Produktion nach Bedarf ist einfach wirtschaftlich. Und wir machen den Anfang.

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